Herbst – Zeit der Beeren und Samen

Herbst – Zeit der Beeren und Samen

  • Beitrag veröffentlicht:Oktober 2, 2020
  • Beitrags-Kategorie:Wildküche

Langsam beginnt es zu herbsteln. Die Blätter verfärben sich, die Zeit der Kräuter-Ernte neigt sich dem Ende zu, dafür werden nun die Beeren und Samen reif. Wenn wir diese wertvollen Herbst-Früchte ernten und verarbeiten, fühlen wir uns wie eifrige Eichhörnchen da auch wir unsere Wintervorräte anlegen, die uns in der kalten Jahreszeit mit Energie versorgen. Heute verraten wir euch unsere Lieblings-Herbstrezepte.

 

Hagebuttenmarmelade

„Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm, es hat von lauter Purpur, ein Mäntlein um…“ Wusstest du, dass bei diesem Kinderlied die Hagebutte gemeint ist? Im Herbst leuchten uns die roten Früchte der Hagebutte aus den Hecken entgegen und können von uns gesammelt werden! Nach dem ersten Frost wird das Fruchtfleisch weich, und du kannst es direkt aus der Frucht „rauszuzzeln“. Ein Teelöffel Mus deckt bereits deinen Tagesbedarf an Vitamin C! Achte aber darauf, dass du nicht zu viele der Härchen in den Mund bekommst!

Köstlich ist auch eine eigene Hagebuttenmarmelade, und das geht so:

Zutaten

  • 500 g entkernte Hagebutten
  • Saft einer viertel Zitrone
  • 125 ml Wasser oder Fruchtsaft
  • 250 g Gelierzucker (2:1)

So gelingts

Wenn du die Früchte vor dem ersten Frost erntest, leg sie für mindestens 48 Stunden ins Gefrierfach, das hat dann den selben Effekt – die Bitterstoffe und Gerbstoffe werden in Zucker umgewandelt und das Fruchtfleisch wird weich, so musst die die Früchte nicht so lange kochen, und es gehen weniger Vitamine verloren.

  1. Gewaschene Hagebutten in einen Topf füllen, mit Wasser bedecken und ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Dann mit einem Pürierstab fein pürieren und schließlich die Masse durch ein Sieb streichen, so dass die Samen und Härchen draußen bleiben.
  2. Das Hagebuttenmus wieder in einen sauberen Topf füllen, den Zucker einrühren und nochmals 5 Minuten kochen, dabei gut umrühren.
  3. Die fertige Marmelade heiß in saubere Gläser füllen und gut verschließen. Gläser beschriften!

 

Gomasio mit Brennnesselsamen

Habt ihr schon einmal Gomasio gekostet? Goma bedeutet Sesam und S(h)io Salz. Gomasio ist ein traditionelles Würzmittel aus Asien. Es besteht aus Sesam und Salz und eignet sich zum Verfeinern von pikanten Speisen. Sesam-Samen enthalten einen hohen Anteil an wertvollen, ungesättigten Fettsäuren wie zB. Omega-6 und Omega-3, sowie Mineralstoffe wie Eisen, Calcium, Vitamine und Eisen. Ziemliche Kraftpakete sind das also. Aber auch Brennnessel-Samen beinhalten viele Mineralien, Vitamine und Eiweiß und werden daher als regionales Superfood bezeichnet. In Kombination sind diese beiden Samen eine ganz besonders wertvolle Würze!

 Zutaten

  • 8 Esslöffel Sesam (weiß oder schwarz oder halbehalbe)
  • 2 Esslöffel Brennnesselsamen
  • 1 Esslöffel Salz

So gelingts

  1. Den Sesam in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze anrösten, bis er leicht braun ist und gut duftet. Öl wird dafür nicht gebraucht. Dann die Brennnesselsamen dazugeben und ganz kurz mitrösten. Aber bitte nicht zu lange, sonst schmecken sie angebrannt und bitter.
  2. Nun die Sesam-Brennnesselsamen-Mischung gemeinsam mit dem Salz in einem Mörser zerkleinern, bis die Sesamkörner leicht aufgesprungen sind.
    In ein verschließbares Glas füllen und das Glas beschriften.

Verwendung

Gomasio als Topping über Salate oder Gemüse streuen. Auch auf einem Butterbrot schmeckt es köstlich!